Bärenschleuse



Für mich ist das ein bescheidenes, aber wichtiges Wahrzeichen meiner Wahlheimat Wesel. Es ist Ziel von alltäglichen Spaziergängen. Man geht den alten Isselgraben entlang durch den Wald, der zu jeder Jahres- und Tageszeit ein unterschiedliches Naturerlebnis bietet. Und dann kommt die Bärenschleuse. Man fragt sich: warum „Bären“schleuse ? Es sind doch gar keine Bären da. Allenfalls Hunde, die auf dem Weg dorthin ausgeführt oder in der nahen Hundeschule ausgebildet werden. Aber dann wird man durch ein Schild an diesem schlichten technischen Bauwerk aufgeklärt: es geht nicht um Bären, die dort zu finden wären, sondern: die Bezeichnung kommt von „Barriere“. Das Wasser der Issel wurde ehemals aufgestaut, um die Festungsgräben von Wesel mit Wasser zu versorgen. Und dann erlebt man ein kleines Biotop-Wunder: das Wasser, das sich über die Schleuse stürzt, wirbelt und sprudelt über große ins Wasser gelegte Steine, um dann kurz danach eine Fischaufstiegstreppe mit Wasser zu speisen. In dem Dreieck zwischen dieser und der rechtwinklig verlaufenden Issel zwischen schnurgeraden Dämmen, hat sich ein Biotop entwickelt mit allen möglichen Pflanzen. Dieser Ort wird gerne aufgesucht, Kinder und Familien halten sich dort auf, lagern am Ufer und genießen bei schönem Wetter den Blick auf das sprudelnde Wasser. Ein Ort, der nicht so spektakulär wie manch andere ist, aber einer, wo man die Seele baumeln lassen kann.

Kategorien

  • Natur

Autor

Karlheinz Hasibether

Bewertung

3

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